Sonngard Marcks
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Kanne "Gelbe Blüte"
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... Die Liste der Auszeichnungen, die sie erhielt, ist lang.
Im letzten Jahr waren es der bayerische Staatspreis und der Dießener Keramikpreis. Nach Abitur und Töpferlehre besucht
Sonngard Marcks fünf Jahre lang die Keramikklasse an der Hochschule Burg Giebichenstein in Halle und studiert bei den
weltbekannten LehrerInnen Gertraud Möhwald, Heidi Manthey und Lothar Sell. Das Thema ihrer Diplomarbeit war -
wen wundert‘ s - die repräsentative Keramik. Diesem Thema, das sehen wir heute, ist sie treu geblieben.
Wie bei der klassischen Fayence arbeitet sie auf einem hellen Untergrund. Es gibt Stücke, bei denen sie den grafischen
Mustern den Vorzug gibt, aber meist sprießen die Themen jedoch aus der Fülle der Natur, ein wunderbarer Ideengeber.
Blüten, Früchte, Ranken, Blätter, Zweige, Käfer. Das Charakteristische jeder Pflanze, jedes Gegenstandes wird
herausgearbeitet und in die Marcks'sche Bildsprache übersetzt. „Plastische Blüten“ entstehen, durch die Hinwendung
zu naturalistischen Darstellungen. So wird der Deckel-Knauf einer Kanne zur Rose oder zur Erdbeere, der Henkel hat die
Form einer Zitronenscheibe. Jedes Detail ist bedacht, jede Fläche gestaltet.
Sonngard Marcks sagt selbst: „Zitieren ist in Ordnung, es muss jedoch immer etwas Eigenes hinzu kommen.“ Und dieses
„Eigene“ müssen wir nicht suchen, es springt uns von jeder Arbeit geradezu entgegen. Ihr Schönheitssinn, ihr
Schönheitsstreben sind für sie der rote Faden bei all ihren Arbeiten.
Diese Stücke sind Kostbarkeiten und bringen uns Freude, Heiterkeit und Glück. Stücke von ihr lassen den Tisch zur Tafel
werden, das Ritual des Essens zum Speisen.
Hier steht sie vor uns wie eine Prinzessin, die uns einen Blick in ihre Schatztruhe gewährt. Sonngard Marcks, ich freue mich riesig, dass Sie da sind und heiße Sie noch einmal herzlich willkommen.
aus: Eröffnung
der Ausstellung mit Sonngard Marcks, 2009 durch Brigitte
Klee
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